Podcasting: Mach doch dein eigenes Radio
Die gesamte Sendung von Florian Kummert zum Herunterladen als mp3-Datei (15,4 MB) gibt es hier auf dieser Seite: www.br-online.de/wissen-b…
Zu Wort kommen:
Annik Rubens, Münchner Journalistin, betreibt das Podcast Schlaflos in München (SiM). Sie erzählt, wann und wo sie ihre Podcast-Abos hört – beim Putzen und Einkaufen – beschreibt, wie sie zu ihrem Titel “Schlaflos in München” kam, spricht über ihr anfängliches Ziel 400 Hörer zu erreichen und jetzt lauschen ihr sogar 7000 Zuhörer und noch vieles mehr. Also, selber hören
Andreas Schäfer und Oliver Bertram COUCHPOTATOES reden mal sinnvoll - mal sinnfrei. Knapp 2000 Hörer laden sich weltweit ihre MP3-Dateien herunter. Das Wort Couch-Potatoes bei Wikipedia erklärt.
Man hört die Podcaster ungeschminkt und ungekünstelt, definitiv nicht bearbeitet mit dem typischen ‘äh’ und manchmal auch ohne roten Faden.
Die Podcaster betonen, dass es wichtiger wäre als Hörer selber aktiv und kreativ zu werden; Inhalt und Zeit (Zeithoheit) mitzubestimmen. Radio wird von Profis gemacht – Podcasts kann praktisch jeder anbieten.
Vielfalt ist alles, Regeln sind nichts.
Podcasts sind bunt und vielfältig: Lebenshilfe und Ratgeber, Immobilienmakler, Priester (Godcast), Rundgänge durchs Ruhrgebiet (wo?) und mehr …
Wer sind die Hörer
Dieser Frage ist Alex Wunschel von www.markendreiklang.de/ in seiner Podcastumfrage nachgegangen. Er hat im Oktober und November im letzten Jahr (2005) 2300 Hörer-Daten ausgewertet:
90% männlich; 29,5 Jahre alt - der älteste 76 Jahre alt; gutverdienende Zuhörer mit Bezug zu Technik, Marketing oder einer starken Affinität zur Kommunikation. Details in der Podcastumfrage nachlesen.
Wo findet man Podcasts
- Im Verzeichnis von www.podster.de von Michael Elsdörfer kann man nach Stichwörter suchen. Er betreibt auch auch www.podhost.de
- suchen im iTunes Music-Store (Apple möchte so Musik verkaufen, was nur das hauseigene Format AAC unterstützt)
Die etablierten Medien bieten Podcasting
ARD mit der Tagesschau www.ard.de/podcast
Printmedien wie “Wall Street Journal”, “Newsweek”, “Die Zeit” oder “Handelsblatt” bieten ihre Texte als Audio an. DeutschlandRadio, Deutsche Welle, der Bayerische Rundfunk bieten ihre Nachrichten zum Mitnehmen an. Der WDR bietet den Presseclub, die Sendung “Hart aber fair” und andere als Podcast an. Siehe auch hier.
Was braucht man zum Podcasting?
Nicht viel. Die kostenlose OpenSource Software Audacity, Mikro mit Computer und Internetzugang (Breitband, dsl) und Webspace.
Trend und Prognosen
- 2005 gabe es 4,4 Mio Podcast-Abonnenten weltweit
- 2006 soll sich die Zahl verdoppeln
- 2010 geht man von 70 Mio Nutzern aus
- “New Oxford American Dictionary” hat 2005 das Wort “Podcast” zum “Wort des Jahres 2005″ gewählt.
Ein ernormes Potenzial sieht Alex Wunschel in der Personalisierung und Indivualisierung. Informationsmodule können durch eine personlisierte Ausgabe als Vertriebskanal genutzt werden. Das ist auch die Erklärung, warum die klassischen Medien nach und nach RSS und Podcasting für sich entdecken. Nachrichtensender bieten zusätzliche (kostenpflichtige) Informationen für ihre Hörer an.
Weitere Links:
Podcasts produzieren
wiki.podcast.de/Produzier…
Die etablierten Medien entdecken Podcasting inder “Neue Zürcher Zeitung”
www.nzz.ch/2005/12/16/em/…
Financial Times Deutschland startet kostenloses Podcasting-Angebot
www.ftd.de/div/podcast/37…
Jörg Schieb erklärt für WDR-Anklickt, wie es funktioniert und was es bringt. Mit weiterführenden Links.
www.wdr.de/tv/aks/angekli…
und hier geht es zu WDR- WebTV – ein Streaming-Angebot. Radio für MP3-Player: Podcasts vom 27.01.2006 für RealPlayer oder als Flash-Film.
Ich höre Podcasts beim Joggen. Im Moment laufe ich alleine mit meinem MP3-Player. Finde ich klasse, macht Spaß. Über Podcast bin ich auf die Sendung “Hart aber fair” mit Frank Plasberg gekommen. Das war diese Sendung. Ich bin kein Fernseh-Gucker, aber so entdecke ich wieder das Fernsehen für mich neu.

