Die Gewinner des Safer Media Awards
Ausgezeichnet wurden in den folgenden Kategorien:- Mobile: das Projekt Taschengeldgangster (CD-Rom) der Verbraucherzentrale Thüringen (merken)
- Gaming: die Multimediaspielwiese der Stadtbibliothek Bremen
- TV/Film: TV-Ratgeber Flimmo
- Das Projekt Seitenstark - die Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten überzeugte durch ihre Ausrichtung auf den Jugendschutz und
- das Warn- und Informationsdienst BürgerCERT* setzt den Fokus auf den Verbraucherschutz
- Einen Annerkennungspreis gab es für den Informatikkurs am Elsa-Brandström-Gymnasium in Oberhausen
- BürgerCERT CERT bedeutet „Computer Emergency Response Team“ und hinter dem Angebot steht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
BürgerCERT verschickt einmal in der Woche einen Newsletter, in dem auf aktuelle Gefahren zu Würmern und anderem Gekrabbel hingewiesen wird. Bei akuter Gefahr kommt unverzüglich eine Nachricht.
Vorbild-Funktion / Best Practice
Ziel des AOL Safer Media Awards ist die Öffentlichkeit für das Thema ‚Sicherheit in den Medien’ für Verbraucher und Kinder zu sensiblieren und die Projekte als Vorbild für die Medienbranche darzustellen.
Zum Verfahren
Aus den 75 eingereichten Projekten und Initiativen hat die Stiftung Digitale Chancen mit weiteren Experten Nominierungen ausgesprochen, die dann letztendlich von der Jury mit Best Practice ausgezeichnet wurden.
nachlesen: www.digitale-chancen.de/c…
Nominierungen für den klicksafe Preis
In diesem Jahr werden erstmals Onlineangebote, die sich zum Thema Internetsicherheit einsetzen mit dem klicksafe-Preis, ausgezeichnet.
Gestiftet wird der Preis von der EU-Initiative klicksafe und wird auf dem medienforum.nrw am 24. Mai in Köln (am 24. Mai ist übrigens der Podcastday) verliehen.
Die drei Nominierungen
www.buerger-cert.de
Warn- und Informationsdienst „Bürger-CERT“
www.zartbitter.de
„Click it!“, das Präventionsprogramm gegen sexuellen Missbrauch in Internet-Chats
Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten „Seitenstark“
www.seitenstark.de
Weitere Informationen
www.aol.de/safermediaawar…
ZDF-Dossier: Kinder im Internet
Ein Dossier mit pädagogischen Informationen und praktische Anleitungen für Erzieher, Lehrer und Eltern hat das ZDF zusammengestellt.
Mit Video »Das Internet als „Babysitter“? www.heute.de/ZDFheute/inh…
Filtern von jugendgefährdenden Inhalten
Für das sichere Surfen von Kindern gibt es sogenannte “Jugendschutzfilter”. Beispielsweise das ICRA-Programm . Die kostenlose Software alleine bietet kein Vollschutz . Denn sie baut darauf auf, dass Internet-Anbieter ihre Seiten kennzeichnen mit Etiketten „jugendfrei“ und „jugendgefährdend“. Das geschieht auf freiwilliger Basis. Zur Zeit werden etwa 12 Prozent der Inhalte im Netz so erfasst. Daher ist es empfehlenswert die ICRA-Software mit Filterprogrammen zu ergänzen. Ein Beispiel wäre das Programm JusProg. Dieses kostenlose Programm und Ähnliche arbeiten mit Positiv- und Negativlisten. Der Haken an diesen Programmen ist, dass sie das Surfen verlangsamen. 100-prozentige Sicherheit gibt es beispielsweise mit Programmen wie Surfsitter und PC-Safetykid. Diese Programme erlauben in der Regel das Einrichten altersgemäßer Zugänge für ihre Kinder. Der Nachteil hierbei ist die mangelnde Freiheit beim Surfen für die Schüler. Falls das Kind alleine für Hausaufgaben recherchieren muss, kann die Positivliste dann zum Blockierer werden. Bestehende Seiten und neue, gute Angebote bleiben unerforscht. Daher bleibt es oft nicht aus, mit selbst erstellten Positivlisten zu arbeiten.
Die Crux sind die Großen: All diese Programme können die Medien- bzw. Internetkompetenz der Eltern nicht ersetzen. Wer aber die neue Kulturtechnik rechtzeitig erlernt und diese stetig weitertrainiert, behält den Einfluss und auch das Vertrauen seiner Kinder.

